Oft verstehen die Menschen um uns herum nicht, weshalb wir so gerne mit Tieren zusammen sind. Weshalb mein Kater Chuck, in dem er nur neben mir liegt, mir oft mehr Trost spendet als jedes Gespräch unter Menschen.

Weshalb ein Spaziergang mit dem Hund, uns auf eine richtige Lösung oder auf eine Inspiration bringen kann. Weshalb die Zeit mit dem Pferd uns die Erholung gibt die wir, verursacht durch die Menschen, leider benötigen.

Dass der Tod eines geliebten Tieres, ebenso schmerzhaft sein kann, wie der eines Menschen. Und das es eben nicht nur „eine Katze“, „ein Hund“ oder „ein Pferd“ war sondern ein Lebewesen das wir unendlich lieben und das jetzt einfach fehlt.

Ich glaube es ist einfach schwer, für diejenigen die noch nie die Liebe zu einem Tier gespürt haben, zu verstehen was wir fühlen.

Sie haben den sechsten Sinn, auf denen wir Menschen nur neidisch sein können. Durchschaut der Hund den Mann der gerade die Hand seines Herrchens schüttelt doch sofort und auch das Pferd weiß beim ersten Treffen genau woran es bei seiner Trainerin ist. Sie zeigen uns immer was sie von uns halten. 

Jeder Mensch sollte in seinem Leben einmal die Erfahrung gemacht haben, wie es ist von einem Tier geliebt zu werden.

Wie sie uns ihre Liebe zeigen, ohne unsere Körpersprache zu kennen und wie sie uns ihre Liebe mitteilen, ohne auch nur ein Wort zu uns zu sagen.

Sie üben keine Kritik, verurteilen dich nicht wegen deines Aussehens oder deiner Taten. Ihnen ist es egal, wie reich oder arm du bist. Ob talentiert, hochbegabt oder einfach „nur normal“ spielt keine Rolle. Sie lieben dich immer genau so, wie du nun mal bist.

Diese Menschen, deren erste Priorität immer der Job ist und keine Zeit für so einen „Unsinn“ haben, sehen vielleicht unsere Bilder in der Wohnung oder im Internet, aber sie sehen nicht DIE Bilder dahinter. Sie vergessen wie es ist, draußen in der Natur zu sein und das zu erleben, was doch wirklich wichtig ist.

Denn sie fragen mich:

„Warum gibst du so viel Geld für Theo aus? Wie kannst du so viel Zeit opfern? Du verlierst den Anschluss und verpasst so viel. Du musst ja verrückt werden da draußen!“

Aber sie sehen nicht, wie ich mir vor Lachen die Tränen aus dem Gesicht wische weil Theo wieder irgendwas Dämliches getan hat.

Sie sehen nicht wie das sanfte Sonnenlicht mein Gesicht wärmt während ich mit geschlossenen Augen durch den Wald reite und dem leisen Stampfen des Pferdes lausche.

Sie fühlen nicht die saubere Luft in ihren Lungen und hören nicht den feinen Gesang der Vögel der sich wie Balsam auf die Seele legt.

Sie spüren nicht die Ruhe des Waldes und der der Tiere.

Sie sehen nicht die Zuneigung in den Augen meines Pferdes und das Lächeln in meinem Gesicht.

Ich schaue Richtung Stadt und frage mich: „Wie könnt ihr so viel Geld und so viel Zeit opfern? Ihr verliert den Anschluss und verpasst so viel. Ihr müsst ja verrückt werden da draußen.“

Irgendwann, wenn ich alt und grau bin, werde ich mit Freude an all die tierischen Begleiter denken die mein Leben auf so unterschiedliche Weise vervollständigt haben. Ich werde daran denken, wie jede Mühe, Arbeit, Zeit und Geld es wert waren und ich werde keine Sekunde davon bereuen.

Denn neben meiner Familie und meinen Freunden, haben auch meine Vierbeiner, mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ein Dankeschön an meine drei Kater: Fynn, Chuck und Larry, die in meinen einsamsten Momenten immer für mich da sind. Danke auch dir Jay, dass du mich immer begleitest, in jeder Sekunde treu an meiner Seite bist und für meine täglichen Lachkrämpfe sorgst.

Und natürlich ein Dankeschön an meinen geliebten Theo, der mich zum Lachen bringt, obwohl mir die Tränen in den Augen stehen.

Zu versuchen, Menschen von der heilenden Wirkung der Tiere und der Natur zu überzeugen, habe ich längst aufgegeben. Diejenigen die es nicht sehen wollen, werden es nie verstehen und diejenigen die vielleicht dem Streuner von der Straße oder dem Kätzchen im Tierheim eine Chance geben, werden sich fragen, wie sie nur all die Jahre ohne sie haben leben können.