Nach kürzester Zeit zeigte sich, dass meine Entscheidung richtig war. Ahnung von Jungpferden hatte ich immer noch nicht, aber das sollte sich bald ändern.

Also bestellte ich mir, einen Tag nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages, alle möglichen Bücher über die Jungpferdeausbildung die ich finden konnte. Ab diesem Tag büffelte ich wie eine Irre.

Ob aus Büchern, Webseiten, Zeitschriften, persönlich mit Trainern und Stallkollegen: Ich sog jede neue Info ein und speicherte sie in meinem Kopf. Nur Einser hätten mein Zeugnis damals geschmückt, hätte ich auch nur halb so viel in der Schule gelernt wie ich es jetzt tue.

Theo ist einer der größten Geschenke, dass mir das Schicksal je gemacht hat. Wenn ich jetzt daran zurück denke, wie viele Zufälle auf einmal passieren mussten, um mich genau zu diesem Pferd zu bringen, dann grenzt es fast schon an ein Wunder.

Solltet auch ihr gerade euer Traumpferd suchen: Es kommt meistens dann, wenn man es am wenigsten erwartet und oft anders, als man denkt.

An dem Tag an dem ich Theo kennenlernte, wurde ich ursprünglich in meine neue Nebentätigkeit als Stallhilfe eingearbeitet und hatte gerade andere Dinge im Kopf. Er stand so unerwartet vor mir dass ich die Hälfte der Einarbeitung gar nicht mehr mitbekam.