Es hat viele Vorteile seine Pferde alleine am Stall zu halten. Man muss niemanden was recht machen, hat seine Ruhe egal wann man hinfährt und man macht sich wegen bestimmter Dinge einfach weniger Stress. Aber es hat auch Nachteile und vor einem Großen stehe ich gerade. Ich bin viel mit Theo unterwegs, und damit meine ich nicht nur das Gelände, sondern auch einfach mal mit dem Hänger irgendwo hin und einen Tagesausflug machen oder an Kursen teilnehmen. Aber auch zur Halle ins Nachbarort müssen wir reiten und sind somit immer recht lange weg.

Nun wird dies also schwierig, denn bei zwei Pferden bleibt immer einer alleine.
Um zu testen, wie schlimm es für Sashan ist, habe ich mir Theo geschnappt und habe mich einige Meter vom Grundstück entfernt. Sashan wiehrte ein paar Mal und lief die Weide auf und ab. Sie schien aber jetzt nicht kurz davor zu sein, zusammenzubrechen, durchzudrehen oder auszubrechen um uns hinterherzurennen. Also erhöhte ich den Schwierigkeitsgrad. Ich lief weiter. Auch jetzt wiehrte sie nur. Ich bog am Feldweg ab und versteckte mich mit Theo hinter einem Maisfeld. Wir beide lunzten um die Ecke. Natürlich wusste Sashan noch ganz genau, dass wir da waren, aber wir waren wenigstens außer Sichtweite. Auch hier blieb sie relativ ruhig. Auch Theo schien interessiert denn die beiden kamen sich gerade näher. „Ob sie mich wohl vermissen wird?“ Schien er theatralisch zu fragen. „Ihr kennt euch erst seit einer Woche. Bleib mal auf dem Boden Romeo.“

Diese Woche sind wir mit Chap und Theo den ganzen Tag auf einem Horse & Dog Trail Kurs. (Das wird so geil! Zusammen mit Pferd und Hund in einem Kurs. Ich werde berichten!) Da wäre sie von 8-18 Uhr alleine. Das tut sogar mir weh. Ronja und ich werden nun erfinderisch. Sie kommt mit zwei Pferden runter, lässt eins am Stall, eins im Hänger, Theo rein und weiter geht’s. Nur ist hier das Problem, dass ihre Stute genau so eine Zicke ist wie meine. Also trennen wir sie ab. Die eine bleibt auf der Weide, die andere auf dem Paddock. Aber was ist, wenn wir dann zwei kreischende Stute haben die sich gegenseitig auch noch anstacheln? Wie kann ich denn den Tag genießen, wenn ich mir ständig Sorgen machen muss?

Aber was wäre die beste Möglichkeit? Richtig.. ein drittes Pferd und wenn es auch „nur“ ein kleines plüschiges Shetty wäre. Da ich dies aber im Moment finanziell nicht halten kann, ist das auch raus. Auf Einsteller möchte ich in der ersten Zeit, solange wir uns eingewöhnen, noch verzichten. Ich genieße im Moment einfach nur die Ruhe.
Nach dem Spaziergang stand Sashan auf jeden Fall total entspannt an der Heuraufe.
Wir testen die Tage, wie sie reagiert wenn wir länger weg sind. Vielleicht hat es sich dann auch schon erübrigt?
Ich werde berichten!