An einem schönen Tag im Winter ging ich mit Theo spazieren. Der Wald war ruhig und die Sonne schien durch die Äste. Es war ein unglaublich schöner Tag. Nach etwa zwei Stunden, beide tiefen entspannt, gingen wir wieder Richtung Stall.

Plötzlich schoss ein schwarzer Hund den Abhang runter und rannte direkt auf uns zu. Er knurrte und flechte die Zähne während er immer näher kam. Von oben schrie der Besitzer doch das interessierte den Hund nicht. Vor Schock blieb ich stehen und war kurz davor mich wie eine Ziege auf die Seite zu schmeißen und mich tot zustellen.

Der Hund war nun fast bei uns. Er fixierte mich und schien sich über meine Schockstarre zu freuen. Doch die Rechnung hat er ohne Theo gemacht. Anstatt zu fliehen (der Strick hing durch) bäumte er sich auf und ging einen Schritt nach vorne. Sein Hals war rund, die Nasenlöcher gebläht und er gab ein Schnauben von sich das durch den ganzen Wald hallte. Die nächste Stufe wäre Feuer gewesen, dass aus seinen Nasenlöchern geschossen wäre.

Der Hund legte einen perfekten sliding stop hin und blieb schlagartig stehen. Er und Theo starrten sich an. Theo’s ganzer Körper war angespannt und aufgewölbt, bereit auf den Hund los zugehen. Theo schien um Jahre gealtert und mehrere Nummern gewachsen zu sein.

Wieder ein Rufen vom Besitzer und der Hund drehte sich um und rannte davon. Als er außer Sicht war, drehte sich Theo zu mir um. Der Drache war verschwunden und ich blickte wieder in das kleine Babygesicht das ich so sehr liebe. Meine Starre ließ nach und ich umarmte Theo. Ich zitterte, war ich doch noch nie einem so aggressiven Hund begegnet.

Ich weiß nicht was passiert wäre, hätte Theo doch die Flucht ergriffen. Ob der Hund nun auf mich los wäre oder ob er Theo hinterher gerannt wäre.

Seit dem Tag habe ich immer ein Pfefferspray dabei wenn wir alleine im Wald unterwegs sind. Doch vermutlich brauche ich dies gar nicht.

Ich habe ja meinen persönlichen Drachen 😉