Letzten Sonntag waren Theo und ich auf einem Bodenarbeitskurs. Praktischerweise war der Kursleiter Theo’s Trainer und wir hatten somit keine Anfahrt.
Am Morgen wurde uns das Zirkeln gezeigt, wie man mit der Hinterhand / Vorhand arbeitet und wie man am besten ein Richtungswechsel durchführt, sodass auch das Pferd die Hinterhand aktiv bewegt. Wir haben viel gelernt und es hat so Spaß gemacht!

Später wurde der Reitplatz dann in einen Trail umgebaut. Stangensalat, Tor, Pylonen, Plane, Brücke und Äste. Über all das sollte das Pferd alleine drüber und vorbei.
Theo machte das wie ein Profi. Er war aufmerksam, mutig und neugierig.
Slalom durch die Pylonen wobei ich gerade nebenher laufe und Theo die Schlangenlinien alleine laufen sollte. Stop auf Zuruf und dann weiter.
Als hätte er nie was anderes gemacht.
Mein Trainer lobte Theo indem er vor allen Leute sagte: „Er ist ein sehr respektvolles und guterzogenes Pferd.“ Ich war so stolz. Ich bin so stolz!

Wir standen beide im Schatten und schauten den anderen zu (Pause für den Kopf muss ja sein 🙂 ). Ich lehnte mich an ihn und flüsterte ihn ein „Du bist der Beste“ ins Ohr. Ich schaute ihn an und dachte fast amüsiert: „Wenn er nicht schon mir gehören würde, würde ich ihn nochmal kaufen.“
Einfach dieser Moment, wo man erneut auf eine andere Weise zusammenfindet und man buchstäblich spüren kann, wie sehr die Liebe wächst. Auch Theo muss es gemerkt haben. Am nächsten Tag wieherte er mich schon an als ich gerade parkte. Ich war so überrascht das er mich überhaupt erkannte (Theo steht auf einem Hügel der jedoch echt weit noch entfernt ist.) Ich drehte mich um da ich hinter mir ein anderes Pferd vermutete… nichts. Alleine.
Ich begann den Aufstieg durch den kleinen Wald und wieder wieherte Theo und kam in Windeseile zum Tor gerannt als er mich sah.
„Ah du siehst die Tüte hier mit Obst stimmt’s?“ scherzte ich und war jedoch so tief gerührt. Hatten wir uns ja erst gestern den ganzen Tag gesehen.
Ich umarmte ihn ganz fest und dachte mir nur: Ich würde alles ganz genau wieder so machen